Baukunst braucht Lebenskunst

Redaktion Aktuelles, VfA Bayern kommentieren

Lebenskünstler erkennt man nicht selten an ihrer Ausgeglichenheit und der spielerischen Gelassenheit, mit der sie ihr privates und berufliches Leben meistern – und das auch dann, wenn es mal »richtig dicke kommt«. Die damit meist verbundene Ausstrahlung trägt dann womöglich noch dazu bei, Mitarbeiter und Kollegen besonders begeistern und motivieren zu können. Wesentlicher Hintergrund für diese Art von (Selbst-)Führungsstärke ist der positive Umgang mit der eigenen Belastung sowie die Fähigkeit, andere vor Überlastung zu bewahren.

Letztlich geht es dabei um das Management von Stress und – wenn dieser sich häuft – um seine Folgen für die seelische Gesundheit. Fatal dabei ist, dass in Phasen relativ voller Auftragsbücher nicht nur das Überlastungsrisiko steigt sondern Totalausfälle von Fachkräften auch besonders schmerzhaft sind. Fehlzeiten bei psychischen Erkrankungen sind nämlich außerordentlich lang (z. B. rund 50 Tage bei einem Burnout). Und damit steigt das Überlastungsrisiko derjenigen Kollegen, die den Ausfall kompensieren, ebenfalls. – Man spricht vom berüchtigten »Burnout-Domino-Effekt«.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, lässt sich auf zwei Ebenen Vorsorge treffen: 1. Durch Aufbau von Stress-Bewältigungskompetenz, mentaler Stärke und Resilienz bei der einzelnen Führungskraft und 2. durch deren Sensibilisierung und Befähigung, Anzeichen von Überlastung ihrer Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen, diese anzusprechen und mit den Betroffenen gemeinsam Maßnahmen zur Wiederherstellung der vollen Leistungskraft und Arbeitsfreude zu ergreifen.

Und genau auf diesen beiden Ebenen der Vorsorge können Sie sich nun in einem Seminar stärken lassen, das die Bayerische Architektenkammer bereits zum zweiten Mal anbietet: »Mitarbeiterführung: das Team und sich selbst vor dem Burnout bewahren« am Mittwoch, dem 18. Juli 2018 in Nürnberg. – Und wenn dadurch nur einer Ihrer Mitarbeiter (oder sogar Sie selbst) einen einzigen Tag weniger ausfällt, hat es sich schon gelohnt.

Steffen Pöhlmann
Dipl.-Psych. (Univ.)

 

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