RA'in Sabine Fischer Hauptgeschäftsführerin Bayerische Architektenkammer

Erwiderung der Kammer zum Beitrag “Die Kammer kreißt – und gebiert eine Homepage”

Redaktion Kammer, VfA Bayern 1 Comment

Richtig ist, dass die neue Homepage der Bayerischen Architektenkammer seit 5. Oktober 2017 online ist. Richtig ist auch, dass sie das Ergebnis eines Prozesses ist, der viel Zeit und personelle Ressourcen in der Kammer gebunden und – auch das ist zutreffend – hohe Kosten verursacht hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solches Projekt nicht ohne “Kinderkrankheiten” realisiert werden kann. Zu umfangreich und zu komplex waren die Inhalte, die es aus der alten Homepage zu überführen galt – wohlgemerkt neben den sonstigen Aufgaben, die die Geschäftsstelle wie gewohnt bewältigte. Hierzu waren erst einmal umfassende Schulungen erforderlich, um die “Redakteure” überhaupt in die Lage zu versetzen, mit dem neuen Content Management System umzugehen. Auch das kostete Zeit und Geld. Dafür, dass noch nicht alle Inhalte abrufbar sind und die eine oder andere Suche im Netz-Nirwana endet, bitten wir um Nachsicht. Wir arbeiten kontinuierlich an einer Optimierung des Auftritts – auch für Tablets und Smartphones, die wir selbstverständlich in die Entwicklung einbezogen haben. Zum Thema Barrierefreiheit war ein Experte der Pfennigparade beratend tätig. Und getestet haben wir parallel zur Einstellung der Inhalte hinter den Kulissen – und zwar laufend.

Ein Workshop mit zahlreichen Interessierten aus dem Ehren- und Hauptamt hatte vor rund zwei Jahren gezeigt, dass im Vergleich zur alten Homepage ganz oben auf der Liste der Wunsch nach mehr Architektur, mehr Bildern stand. Dem haben wir versucht Rechnung zu tragen – mit vielen hochwertigen Fotos qualitätvoller Architektur, die in Bayern von bayerischen Architekten realisiert wurde. Klar war aber auch, dass die Auswahl dieser Projekte Regeln gehorchen musste. Schließlich repräsentiert die Kammer rund 23.500 Mitglieder. Deshalb zeigen wir nur solche Projekte, die von einer Jury in einem RPW- Wettbewerb oder einem Auszeichnungsverfahren für preiswürdig befunden worden sind. Die Informationen für Mitglieder und Interessierte bleiben dahinter nicht zurück – im Gegenteil: Vorstand und Geschäftsführung war es ein großes Anliegen, eine möglichst leichte Auffindbarkeit der Informationen zu gewährleisten. Dass nicht immer der erste “Klick” zum Ziel führt, ist der Vielzahl der Inhalte geschuldet, die wir zur Verfügung stellen. Umfassende, verständliche Informationen zu möglichst vielen Fragen rund um das Planen und Bauen: Ist es nicht das, was unsere Mitglieder (zu Recht) von uns erwarten?

Dass die Gestaltung nicht jedermann gefällt, ist nicht ungewöhnlich. Als Angehörige eines gestaltenden Berufs sollten Architekten aber wissen, dass die Geschmäcker verschieden sind. Übrigens war es noch der Vorstand der letzten Wahlperiode, der die Agentur beauftragt hat. Deren Inhaber sind übrigens… Architekten.

Und noch etwas: Die Kritik, dass der Vorstand im Nachgang zur Berufsbildtagung “Quo vadis Architekt?” im September 2016 noch nichts “in Auftrag gegeben” habe, hat nichts mit der neuen Homepage zu tun. Aber mit einer wie auch immer gearteten “Beauftragung” ist es auch nicht getan. Selbst nachdenken – selbst mit anpacken, das ist es, was der Berufsstand braucht. Denn die Architektenkammer, das sind die Architekten!

RA’in Sabine Fischer
Hauptgeschäftsführerin

Kommentare 1

  1. Dass die Kammerseite nicht gefällt – zumindest den Architekten nicht, wie man überall hört –, liegt wahrscheinlich an der Tatsache, dass die Inhaber der Agentur ebenfalls Architekten sind und nicht Webentwickler oder zumindest Webdesigner. Das schmälert in keiner Weise die hervorragende Arbeit des Vorstands der letzten Wahlperiode.

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