Interview mit Andreas Oberrenner – Vertriebsleitung Projects Süddeutschland bei Occhio

Carla Stadler Interview

Occhio – Die Lichtexperten

Occhio ist Marktführer im Bereich hochwertiger Designleuchten. Die LEDs sind im Trend, doch was genau steckt dahinter? Andreas Oberrenner spricht aus Erfahrung und erklärt, warum sich bei Occhio dank der verwendeten LEDs Lichtqualität und Effizienz nicht länger ausschließen.

 

Occhio arbeitet schon seit langer Zeit mit LEDs. Wie gestaltete sich der Werdegang in den letzten Jahren?

Wir setzen seit 2010 LEDs in unseren Produkten ein. Erst seitdem waren wir uns sicher, die für Occhio bekannte Lichtqualität gewährleisten zu können. Leistung, Farbtemperatur und Farbwiedergabe waren für uns die entscheidenden Kriterien. Bei gleichem Äußeren können unsere Leuchten mit den warmen Farbtemperaturen 2700K und 3000K und mit neutraleren Weißtönen 3500K und 4000K bestückt werden. Dabei habe ich als Nutzer immer die Wahl zwischen »high color« – also perfekter Farbwiedergabe (97 von 100) – oder dem größeren Lumenpaket bei immer noch sehr guter Farbwiedergabe.

Wir starteten mit einem LED-Chip, der 13W Leistung aufnahm und damit in punkto Helligkeit und Farbwiedergabe einer 60W Glühbirne entsprach. Heute sind wir bei der doppelten Leistung angelangt. Durch die Steigerung der Effizienz ersetzen wir heute eine 200W Glühbirne.

Was sind die Vor- und Nachteile von LED-Leuchten?

Die Tage der Nachteile sind gezählt. Die einzigen, nach meinem Dafürhalten, Nachteile sind die konstante Farbtemperatur beim Dimmen und das notwendige Vorschaltgerät. 
Die Liste der Vorteile ist ungleich länger: Die Lebensdauer des Leuchtmittels liegt bei 50.000h – damit sind Wartungsarbeiten nahezu vernachlässigbar. Dies ermöglicht den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen, z.B. über Treppenläufen und senkt die laufenden Kosten. Die deutlich geringere Leistungsaufnahme bei gleicher Helligkeit senkt die Energiekosten und die Abwärme der Leuchten, gegenüber gleich heller Halogen-Lampen ist die Abwärme im Vergleich ein Achtel. 
Das ausgesendete Strahlungsspektrum der LED ist sehr viel Substanz schonender und so der Einsatz im konservatorischen Bereich vielfältig möglich.

Wo geht der Weg der LED-Beleuchtung hin? An welchem Punkt steht Occhio?

Wir Menschen sind seit rund 60.000 Jahren mit künstlichem Licht vertraut. Rund 99% dieser Zeit hatten wir eine offene Flamme zu betreuen. Dies hat uns natürlich stark geprägt. Im Prinzip läuft es auf das Thema „Simulation mit high-tec von low-tec“ hinaus. Wir wollen das natürlichste Licht und gleichzeitig state-of-the-art sein. Das Ziel jeder guten Gestaltung ist, dass sich alles gut anfühlt beim Wahrnehmen, beim Hinsehen. Es geht tatsächlich um Sinnlichkeit. Licht bedient anteilsmäßig den größten Sinneseindruck – und damit etwa 80% aller Sinneseindrücke – und steuert so auch stark unser Empfinden.

Alle unserer Vorlieben beim Sehen sind durch Erfahrung „erlernte“ Sichtweisen. Dass Glühlicht beim Herunterdimmen röter wird, dass z.B. dies in der richtigen Qualität mit unseren Produkten erlebbar wird, daran arbeiten wir. Uns treibt an, die passende Lichtwirkung zu jeder Stimmung bereit zu stellen. Wir glauben an die höchste Lebensqualität durch die beste Lichtqualität.

Welche LED-Produkte führt Occhio? Was ist deren Alleinstellungsmerkmal?

Wir entwerfen und entwickeln eine Leuchtenserie, die auf einer einzigen Idee beruht: dem Kopf-Körper-System. Ein System, das für jede Situation die richtige Lichtwirkung liefert und dabei formal durchgängig zu gestalten erlaubt. 
Wir glauben, dass sehr gute Lichtqualität mit hohem Gestaltungsanspruch vereinbar ist. Normalerweise steht man vor der Entscheidung für eines von beiden und muss auf das andere verzichten.

Zum anderen haben wir mit der io und der Sento Familie den Umgang mit Licht neu erfunden: Sie steuern Ihr Licht in Handnähe mit einer Geste. Sie können das Up/Down getrennt von einander schalten und dimmen. Beim „Fading“ kann der Anteil der beiden Richtungen stufenlos eingestellt werden. Dabei „denkt“ der Kopf mit und so kann ich die maximale Leistung nach einer Seite abrufen. Berührungslos, intelligent und intuitiv. Hier erfahren Sie mehr

 

Gibt es einen Ansprechpartner für Architekten?

Für Süddeutschland wäre ich Ihr Ansprechpartner:
Andreas Oberrenner
ao@occhio.de
+49 172 – 86 96 342

 

Das Interview führte Carla Stadler (querplan GmbH)